„Wie hört Deutschland?“
Wie ist es um die Hörfähigkeit junger Jugendlicher bestellt? Wo liegen die Ursachen für Hörverluste?
Hören Frauen besser als Männer? Wie gut hören ältere Menschen?
Wie entwickelt sich die Hörfähigkeit im Laufe des Lebens?
Eine groß angelegte Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Aalen geht diesen Fragen nach. Ziel ist die Untersuchung eines repräsentativen Querschnitts der deutschen Bevölkerung.
Zu diesem Zweck werden in den nächsten zwei Jahren rund 10.000 Hörtests in den Altersgruppen von 5 bis 85 Jahren durchgeführt. Aus jeder Fünfjahres-Altersgruppe sollen ab Frühjahr 2008 jeweils 100 männliche und 100 weibliche Personen untersucht werden.
Leiter des Projektes ist Prof. Dr. med. Eckhard Hoffmann, der nun schon seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Hörforschung tätig ist. Das aktuelle Projekt ist dabei eine Konsequenz aus vielen vorangegangenen Studien.
„Die Angaben, auf die wir bislang zurückgreifen konnten, sind schon lange veraltet", erklärt Hoffmann. Wie Deutschland tatsächlich hört, vom Kindergartenkind bis zum Senior, darüber gebe es keine verlässlichen Daten.
Durchgeführt werden die Untersuchungen in einem eigens dafür entworfenen Audiolastzug, der mit modernsten medizintechnischen Geräten ausgestattet ist. So ist die Qualität der Ergebnisse sichergestellt.
Oberbürgermeister Martin Gerlach gab den Startschuss für die Aktion. Im Mai und Juni 2008 werden zufällig ausgewählte Personen aller Altersgruppen zu einem Hörtest auf dem Gelände des Studiengangs Augenoptik und Hörakustik in der Gartenstrasse 135 eingeladen. Weitere Hörtestaktionen in Aalen und in ganz Deutschland sind geplant.
Anreiz zur Teilnahme für die Bevölkerung ist dabei nicht zuletzt die Möglichkeit, das eigene Gehör vom äußeren Gehörgang über das Mittelohr bis hin zum Innenohr untersuchen zu lassen. Die Ergebnisse werden jedem Teilnehmer natürlich verständlich erklärt und jeder erhält die eigenen Testergebnisse zum Mitnehmen.